Emsland Moormuseum

Das Emsland Moormuseum liegt inmittten des deutsch-niederländischen Naturparks im Bourtanger Moor - Bargerveen. Das Museum fungiert als Naturparkzentrum und stellt zudem in Ausstellung und Forschung überregional die technikhistorische und historische Sachkompetenz zu den Themenfeldern Moor und Torf.

Das vom örtlichen Heimatverein lange Jahre geleitete Haus erlebt seit 2003 unter dem Dach eines Museums­vereins und mit Unter­stützung der Gemein­de Geeste und des Land­kreises Ems­land eine Neu­struk­turierung. In 2006 wurde die alte Aus­stel­lungs­halle grund­legend moder­nisert und eine neue Dauer­aus­stel­lung eröffnet. Diese gibt Aus­kunft über die Ökolo­gie der Moore, beschreibt Flora und Fauna und widmet sich der Auf­siedlung und Nutzung der nordwest­deutschen Moore u.a. am Beispiel des Bourtanger Moores.

Im Sommer 2010 konnte eine weitere Aus­stel­lungs­halle eröffnet wer­den, die den »Ottomeyer-Pflug« und zwei Loko­mobile – tech­nische Kultur­denk­male von inter­natio­nalem Rang – beher­bergt. Der Pflug wurde im Rahmen des sog. Emsland­planes eingesetzt, einer Raum­neuordnung unvorstell­baren Aus­maßes und Ausstellungs­thema im Erdgeschoss. Das Ober­geschoss soll zukünftig die Geschichte der deutschen Torf­industrie sowie des Moor­schutzes aufnehmen. 

Schon heute ist das Emsland Moor­museum eine füh­rende Ein­richtung in Europa, die zur Geschichte des Torf­abbaus aktiv sammelt, bewahrt, forscht und ausstellt. Die Entwicklung und der Bau von Torf­abbau­geräten durch deutsche Firmen geschahen oftmals im Kontext des europä­ischen oder außer­europä­ischen Marktes. Das Moor­museum kann aufgrund seiner umfang­reichen technischen Samm­lung diesen Themen­bezug gut darstellen.

Die am Moor­museum etablierte Museums­pädagogik richtet sich an alle Altersstufen. Um die Qualität der angebo­tenen Museums­programme zu gewährleisten, arbeitet das Haus mit externen Fach­leuten zusammen.

Die Angebote des Museums orientieren sich zudem am aktuellen nieder­sächsischen Kurrikulum aller Jahrgangsstufen sowie an den Bildungs­schwer­punkten der Kinder­gärten. Aktuell wird die offizielle Anerkennung als außerschulischer Lernort durch das nieder­sächsische Kultus­ministerium vorbereitet.

Das Emsland Moor­museum bietet Teilnehmer(innen) an MUSEALOG einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz. Neben der Projektarbeit haben die Musealog(inn)en Gelegenheit, in allen Bereichen der Museums­arbeit Erfahrungen zu sammeln. Die Musealog(inn)en waren beispiels­weise an der mehrjährigen Inven­tari­sierung und Erforschung des Bestandes des Tiefpflug­unternehmens W. Ottomeyer beteiligt. Dazu gehörten Zeitzeugen­interviews, die Inventa­risierung des Objekt­bestandes sowie die Umsetzung dieses Themas in der neuen Dauer­ausstellung. Weitere Arbeiten waren die Erschlie­ßung und Inven­tarisierung des Fotoarchivs, der grafischen- und volks­kund­lichen Sammlung sowie Zeitzeugen­interviews mit ehemaligen Torf­arbeitern. Ein weiteres mehr­jähriges Projekt widmete sich der Sichtung und Inventari­sierung von Vermessungs­instrumenten.

Das Emsland Moormuseum wurde 2007 durch den Museums­verband für Niedersachsen und Bremen für die Maximal­dauer von sieben Jahren zertifiziert. In 2011 erhielt das Haus den Museums­preis der Nieder­säch­sischen Sparkassen­stiftung für die vorbild­liche Weiter­ent­wicklung zu einem führen­den Moor­museum in Europa.

Emsland Moormuseum | Geestmoor 6 | 49744 Geeste – Groß Hesepe | Telefon: 05937-7099 90 | Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | www.moormuseum.de