Museumsdorf Cloppenburg

Bei einem Besucheraufkommen von durchschnittlich 250.000 Menschen pro Jahr gehört das Museumsdorf Cloppenburg zu den meist­frequentierten Museen Norddeutschlands.

Gegründet vom Studienrat Dr. Heinrich Ottenjann im Jahr 1922 und mit der Wiedererrichtung des legendären Quatmannshofes aus dem Jahre 1803 international bekannt geworden, erhielt das Museum unter der Federführung seines Sohnes und Nachfolgers Prof. Dr. Helmut Ottenjann ab den 1970er Jahren eine wissen­schaftlich-forschen­de Ausrichtung. Sie ist bis heute eine der wesentlichen Säulen des Niedersächsischen Freilichtmuseums.

Für seine Besucher versucht das Museum zugleich eine lebendige Stätte der Bildung und Vermittlung zu sein. Dabei spielen die trans­lozierten Hofanlagen und Gebäude aus allen Teilen Nieder­sachsens eine ebenso wichtige Rolle wie die insgesamt 2.500 qm umfassenden Ausstellungsflächen. Mit der Kombination von ganzheitlicher Dar­stellung im Freilichtmuseum sowie thematisch orientierten Sonder­ausstellungen und Veranstaltungen verfolgt das Museum ein methodisches Prinzip, das gewissermaßen zum Leit­bild der Ein­richtung geworden ist.

Eines der aktuellen Ziele des Museums ist es, sein kultur­geschicht­lich ausgerichtetes Grundkonzept unter Einbindung zeit­gemäßer Vermittlungsformen weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch die Erschlie­ßung ländlicher Bau- und Kulturdenkmale des 20. Jahr­hunderts, um deutlich zu machen, dass auch ein Freilicht­museum keine statisch-nostalgische, sondern eine dynamische Museums­institution ist.

Diese Initiativen belegen die Wandlungsfähigkeit eines der ältesten Freilichtmuseen in Mitteleuropa, dessen Wurzeln im Bemühen um die Darstellung der regionalen bäuerlich-ländlichen Kultur­geschichte liegen, dessen Perspektive sich aber längst auf die Erfor­schung und Visualisierung der Alltagsgeschichte der Menschen im ländlichen Raum ausgedehnt hat.

In diesem Zusammenhang spielt das MUSEALOG-Projekt zur beruflichen Qualifizierung junger Geistes­wissenschaftler/innen eine herausragende Rolle. Es trägt ganz wesentlich dazu bei, dass die großen Sammlungs­bestände des Museums sachgerecht erfasst und wissen­schaftlich fundierten Ausstellungsvorhaben zugeführt werden.

Mehr als dreißig Dokumen­tations- und Projekt­vorhaben konnten auf diese Weise seit 1997 realisiert werden, darunter auch das inter­institu­tionell angelegte Ausstellungsprojekt »Alles fließt. Zur Kultur­geschichte des Wassers« (2010), an dem gleich drei MUSEALOG-Mitarbei­terinnen des Museums­dorfs beteiligt waren.

Besonders erfreulich ist, dass zahlreiche Absolvent(inn)en des Hauses in feste Arbeitsverhältnisse gelangt sind, oft genug in Kuratoren-Anstellungen, mitunter sogar in Direktoren-Positionen. Das sollte Mut machen für die nächsten Qualifizierungs­abschnitte im Projekt MUSEALOG!

Museumsdorf Cloppenburg – Niedersächsisches Freilichtmuseum
Bether Str. 6 | 49661 Cloppenburg |
Telefon: 04471 / 94840 | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | www.museumsdorf.de