Die Museen

MUSEALOG arbeitet seit über 20 Jahren sehr erfolgreich mit Museen im Nordwesten Niedersachsen zusammen. Die folgenden zehn Museen bilden heute die Teilnehmer/innen praktisch in der Museumsarbeit fort.

Das Deutsche Sielhafenmuseum in Carolinensiel zeigt und bewahrt die maritime Kultur der Sielhäfen an der deutschen Nordseeküste. Deichbau und Küstenschutz, maritimes Handwerk, Wohnkultur, Schifffahrtsgeschichte, Fischerei und Tourismus sind die Schwerpunkte der Dauerausstellung, die sich in drei denkmalgeschützten Gebäuden in direktem Zusammenhang mit dem Museumshafen befindet. Eine historische Rettungsstation und ein Museumsschiff ergänzen das Ensemble. Mittelgroße Häuser wie das Deutsche Sielhafenmuseum beziehen die MUSEALOG(inn)en in nahezu alle Bereiche der Museumsarbeit ein. Sie unterstützen unser Team auch in der Verwaltung und bei der Durchführung der vielen Veranstaltungen.

Das Museum Nordenham widmet sich der Geschichte und Kultur der nördlichen Wesermarsch, insbesondere der Entwicklung der Stadt Nordenham, ihres Hafens und ihrer Industrie im 19. und 20. Jahrhundert. Alltagsleben und Freizeitkultur werden anhand von zeittypischen Artefakten der Kunst und des Handwerks präsentiert. Forschungsergebnisse und kulturelle Besonderheiten werden in Wechselausstellungen thematisiert. Die MUSEALOG(inn)en werden während ihrer Zeit in Nordenham in das Wissenschaftlerteam des Museums integriert und bringen Anregungen und Gedanken, neue Ansätze und Errungenschaften der Forschung ins Haus.

 

Das Emsland Moormuseum liegt inmittten des deutsch-niederländischen Naturparks Bourtanger Moor – Bargerveen. Das Museum stellt in Ausstellung und Forschung überregional die technikhistorische und historische Sachkompetenz zu den Themenfeldern Moor und Torf und fungiert zudem als Naturparkzentrum. Das Emsland Moormuseum bietet Teilnehmerinnen und Teilnehmern an MUSEALOG einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz. Neben der projektarbeit haben die MUSEALOG(inn)en Gelegenheit, in allen Bereichen der Museumsarbeit Erfahrungen zu sammeln.

 
 
 

Bei einem Besucheraufkommen von durchschnittlich 250.000 Menschen pro Jahr gehört das Museumsdorf Cloppenburg zu den meist frequentierten Museen Norddeutschlands. Mit der Kombination von ganzheitlicher Darstellung im Freilichtmuseum sowie thematisch orientierten Sonderausstellungen und Veranstaltungen verfolgt das Museum ein methodisches Prinzip, das gewissermaßen zum Leitbild der Einrichtung geworden ist. Eine weitere wesentliche Säule des Niedersächsischen Freilichtmuseums ist seine wissenschaftlich-forschende Ausrichtung. Die MUSEALOG(inn)en tragen ganz wesentlich dazu bei, dass die großen Sammlungsbestände des Museums sachgerecht erfasst und wissenschaftlich fundierten Ausstellungsvorhaben zugeführt werden.

Das Emslandmuseum Lingen gehört seit 1927 zu den kleineren, gleichwohl erfolgreichen Regionalmuseen in Niedersachsen. Auf eine professionelle Arbeitsweise auf solider wissenschaftlicher Grundlage wurde hier von Beginn an großer Wert gelegt. Eine so aufgestellte Einrichtung bietet gute Ansatzpunkte für den Einsatz von MUSEALOG(inn)en, die hier im Sammlungs- und Ausstellungsmanagement, aber auch in vielen anderen Bereichen der Museumsarbeit weitergebildet werden. Kurze Wege und direkte Ansprechpartner sind die Vorteile eines kleinen Hauses. Die MUSEALOG(inn)en führen im Emslandmuseum Lingen Inventarisations- und Ausstellungsprojekte durch und unterstützen uns maßgeblich bei der Publikationstätigkeit und Forschungsarbeit.

Das Ostfriesische Landesmuseum Emden präsentiert als europäisches Regionalmuseum eine einzigartige kunst- und kulturhistorische Dauerausstellung. Eine besondere Attraktion ist die Emder Rüstkammer mit ihren teilweise mehr als 400 Jahre alten Harnischen und Waffen, der bedeutendste Bestand seiner Art in Norddeutschland. Insgesamt befinden sich annähernd 50.000 Objekte in der Obhut des Ostfriesischen Landesmuseums Emden, von denen etwa zehn Prozent in der Dauerausstellung im Rathaus am Delft präsentiert werden. Die Inventarisierung und Erforschung der Objekte zählen zu den permanenten Aufgaben der wissenschaftlichen Mitarbeiter des Landesmuseums und der jeweiligen MUSEALOG-Teilnehmer/innen.

Schloss Clemenswerth in Sögel ist die einzige noch erhaltene spätbarocke Jagdsternanlage weltweit. Das Emslandmuseum bietet neben kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten wie Schloss, historische Küche, Schlosskapelle und Klostergarten auch Einblicke in das barocke Leben, die höfische Jagd und die Geschichte des Deutschen Ordens. Gleichzeitig spannt es mit zeitgenössischen Ausstellungen den Bogen zur modernen Kunst. Ein Schwerpunkt liegt auf der Vermittlungsarbeit. Deshalb gibt es ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm, das durch große Events ergänzt wird. Den MUSEALOG-Teilnehmer(inne)n bietet sich hier die Gelegenheit, vielfältige Erfahrungen zu sammeln.

 

Das Schloss zu Jever gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern der nordwestdeutschen Küstenregion. Eindrucksvoll erzählt es von den Verquickungen der „kleinen“ mit der „großen“ Geschichte, die seit dem Mittelalter immer auch europäische Bezüge hat. Das Museum mit seiner kultur- und landesgeschichtlichen Ausrichtung und der seit 1886 gewachsenen Sammlung zählt zu den Attraktionen der Region. Neben einem breiten besucherorientierten Angebot spielt die Forschung eine wichtige Rolle. Hierfür ist die wissenschaftliche Inventarisierung der Bestände elementare Voraussetzung. Viele MUSEALOG(inn)en haben die Basis für Ausstellungen, Erschließungen und museumspädagogische Angebote gelegt, die immer das Original und seine Geschichte in den Mittelpunkt des Interesses stellen.

Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg ist eines der ältesten Museen Deutschlands. Teile seiner Museumssammlung reichen bis in die 1770er Jahre zurück. Die heutigen Schwerpunkte des ehemals Großherzoglichen Naturalienkabinetts sind Naturkunde, Archäologie und Ethnologie. Die derzeitige Dauerausstellung wurde als eine der ersten in Deutschland in Zusammenarbeit mit Künstlern szenografisch gestaltet und diente als Vorbild für viele Ausstellungen. Das Museum befindet sich aktuell in einem grundlegenden Neuausrichtungsprozess. Dieser umfasst neben der Gebäudesanierung und der Neukonzeption der Ausstellung auch die Förderung von Diversität. Zudem soll der Objektbestand in den kommenden Jahren aufgearbeitet und beforscht werden. Für die MUSEALOG Teilnehmer/innen bieten sich hier viele Möglichkeiten zur Mitarbeit.

Das Oldenburger Stadtmuseum bietet eine einzigartige Schausammlung in drei Stadtvillen der Gründerzeit. In den historischen Räumen ist Kunst- und Kulturgeschichte authentisch zu besichtigen und die facettenreiche Stadtgeschichte zu entdecken. Die Besucher/innen gewinnen einen Einblick in die bürgerlichen Lebenswelten von der Spätrenaissance über Barock und Biedermeier bis hin zum Jugendstil. Die Entwicklung der Stadt lässt sich an sechs großen Stadtmodellen anschaulich nachvollziehen. Neben den dauerhaft präsentierten Exponaten verfügt das Museum über eine umfangreiche Sammlung insbesondere in den Bereichen Grafik und regionale Kunst, die immer wieder Gegenstand temporärer Präsentationen ist und an deren Dokumentation, Erforschung und Vermittlung die MUSEALOG(inn)en mitarbeiten.