Emsland Moormuseum
Das Emsland Moormuseum liegt inmitten des deutsch-niederländischen Naturparks Bourtanger Moor – Bargerveen. Das Museum stellt in Ausstellung und Forschung überregional die technikhistorische und historische Sachkompetenz zu den Themenfeldern Moor und Torf und fungiert zudem als Naturparkzentrum. Das Emsland Moormuseum bietet Teilnehmer*innen an MUSEALOG einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz. Neben der Projektarbeit haben die MUSEALOG*innen Gelegenheit, in allen Bereichen der Museumsarbeit Erfahrungen zu sammeln.
PKW zwingend erforderlich | Entfernung Oldenburg: 118 km
Projektskizzen MUSEALOG 2026 II
Während Ihrer Teilnahme an MUSEALOG arbeiten Sie an einem Projekt in einem der beteiligten Museen. Jedes Museum bietet eigene Projekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Die Projekte für den Kurs MUSEALOG 2026 II des Emsland Moormuseums sind folgende:
Bestand Torfwerk Gebr. Brill
Mit dem Verkauf des Torf- und Substratwerkes Gebr. BRILL in Georgsdorf ist ein in sich geschlossener Bestand in das Museum gekommen. Dieser Bestand gibt einen Querschnitt durch das Marketing der Firma ab den 1970er Jahren. Der Bestand hat diverse Skurrilitäten zu bieten und gibt Einblicke in Marketingmaßnahmen, die nicht von einer PR-Abteilung innerhalb der Firma bzw. auch nicht von einer PR-Agentur entwickelt wurden. Bei BRILL entschied der Geschmack der Geschäftsführung und das war und ist charakteristisch für 80% der PR in der Torfindustrie.
Werbung der Torfforschung GmbH
Das Emsland Moormuseum übernahm 2021 die Sammlung der Torfforschung GmbH Bad Zwischenahn. In der mehr als 150 Umzugskartons umfassenden Sammlung gibt es einen Teilbestand über Werbung. Die Torfforschung bzw. die Vorgängerorganisation, der Torfhumusdienst Berlin, betrieben umfangreiche Werbung. Namhafte deutsche Grafiker arbeiteten für das Produkt Torf. Zu nennen wären Heinz Fehling, Franz Oswald Schiffers oder Albert Schaefer (Signatur AST). Neben der publizierten Werbung besteht die Sammlung auch aus Entwürfen, die teils verworfen, teils als Werbegrafik umgesetzt wurden. Teile des Bestandes sind inventarisiert, in den letzten Jahren sind aber noch Werbeträger dazu gekommen.
Übernahme Besandungsmaschine Rathjens – Moorkultivierung am Beispiel der Firma Rathjens
Für große Bevölkerungsteile der von der Emslanderschließung betroffenen Regionen, ist die Umwandlung von Ödland in landwirtschaftlich nutzbare Fläche eng mit der Firma Ottomeyer verknüpft. Eine der unbekannteren Firmen, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist, ist die Firma Rathjens, die mit Ihrer imposanten Besandungsmaschine oft erst den Einsatz der nachfolgenden Kultivierungsarbeiten ermöglichte. Die Maschine wiegt 45 Tonnen und steht bei der Firma Knoll in Haren-Erica. 2028 ist der Transport in das Museum geplant, der Standort muss bis dahin vorbereitet werden, ein Betonsockel und eine Überdachung.