Emslandmuseum Schloss Clemenswerth
Schloss Clemenswerth in Sögel ist die einzige noch erhaltene spätbarocke Jagdsternanlage weltweit. Das Emslandmuseum bietet neben kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten wie Schloss, historische Küche, Schlosskapelle und Klostergarten auch Einblicke in das barocke Leben, die höfische Jagd und die Geschichte des Deutschen Ordens. Gleichzeitig spannt es mit zeitgenössischen Ausstellungen den Bogen zur modernen Kunst. Ein Schwerpunkt liegt auf der Vermittlungsarbeit. Deshalb gibt es ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm, das durch große Events ergänzt wird. Den MUSEALOG-Teilnehmer*innen bietet sich hier die Gelegenheit, vielfältige Erfahrungen zu sammeln.
PKW zwingend erforderlich | Entfernung Oldenburg: 71 km
Projektskizzen MUSEALOG 2026 II
Während Ihrer Teilnahme an MUSEALOG arbeiten Sie an einem Projekt in einem der beteiligten Museen. Jedes Museum bietet eigene Projekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Das Projekt für den Kurs MUSEALOG 2026 II des Emslandmuseums Schloss Clemenswerth ist folgendes:
Dokumentation der Bestände des Zentralpavillons
Das Emslandmuseum Schloss Clemenswerth arbeitet an einer Neustrukturierung im Bereich Objektdokumentation und Sammlungspflege. In diesem Zuge erfolgt die Umstellung von der bisher verwendeten Sammlungsdatenbank Augias auf das web-basierte Programm kuniweb zur Inventarisierung von Objekten, Archivmaterial und Bibliotheksbeständen. Daran anschließend sollen die Inventarbestände des Zentralpavillons, darunter Skulpturen, Plastiken und Malereien, inventarisiert und ihr Zustand umfassend dokumentiert werden. Zusätzlich sind die Neuzugänge der Museumssammlung zu inventarisieren und auf geeignete Weise zu magazinieren.
Geste und Kostüm. Planung, Durchführung und Evaluierung von Vermittlungsangeboten
Im Herbst 2026 eröffnet die Ausstellung „Geste & Kostüm“, die anhand der vorhandenen Portraits des Kurfürsten Clemens August die verschiedenen Rollen des Bischofs, Bauherren und Ordensritter untersucht und zeitgenössischen Arbeiten gegenübergestellt werden. Dabei stehen Körperhaltung und Gewand im Fokus. In diesem Projekt soll es zum einen darum gehen, ein Vermittlungsprogramm zur Ausstellung zu entwickeln, das sich an verschiedene Altersgruppen richtet – mit Rollenspielen und Verkleidungsangeboten – und darüber hinaus Raum gibt, die heutige Bedeutung von Geste und Kostüm zu beleuchten. Das Projekt nimmt die kommende Ausstellung zum Anlass, um grundsätzliche Fragen zur Evaluierung von museumspädagogischen Angeboten nachzugehen. Wie nachhaltig sind sie? Wie lassen sich Ergebnisse messen? Welche Dinge zählen im Bereich der Vermittlung, welche Maßstäbe setzt man an und was trägt zum Erfolg bei?